Samstag, 24. September 2016

Thailand: So `ne Busfahrt die ist lustig - Teil 3

(c) auf den Bericht und die Fotos by WILETFILM


Thailand: So `ne Busfahrt die ist lustig ... und so `ne Zugfahrt auch - Teil 3


Ich kann es Euch versichern: "So `ne Zugfahrt die ist lustig, so `ne Zugfahrt die ist schön", ... solange sie nicht in Thailand stattfindet.



Gebucht hatten wir Chiang Mai -> Bangkok, 1. Klasse, Nachtzug, am 09.08.2010. 
Abfahrt 16:30 Uhr mit Ankunft in Bangkok an nächsten Morgen um 06:40 Uhr.

Soweit die Theorie.

Unser Büroleiter in Chiang Mai hatte uns schon mit einem hinterhältigen, verschmitzten Lächeln vorgewarnt: "Ich wünsche Euch eine gute Reise. Und wenn Ihr dann vielleicht so um 9 Uhr in Bangkok angekommen seid, dann ruft mich mal an!"

Verdammt! Wieso sollte er Recht behalten?

Die Abfahrt war wieder - wie schon beim Bus - überaus pünktlich.

 

Das einzige Positivum aber, das ich vermelden kann ist, dass wir heil in Bangkok ankamen, und dass man im Speisewagen rauchen darf. (Auch das ist wieder Thai-Logik: In ganz Thailand gilt dort, wo Speisen serviert werden - also selbst an den Garküchen auf der Strasse - Rauchverbot, das bei Missachtung mit 2.000 THB bestraft wird ... sorry, bestraft werden soll.)



Nur nicht in "unserem" Zug.

Dort standen im Speisewagen ganz offiziell Aschenbecher auf den Tischen, die reichlich (sogar vom Personal) genutzt, bzw. gefüllt wurden.


Aber zurück zur Fahrt: Wir genossen die Aussicht, so lange es noch hell war. 
Es ging quer durch urwüchsige Bambuswälder und endlose Reisfelder.




Ca. 10 Minuten hinter Lampang hielt unser Zug in völliger Dunkelheit urplötzlich auf einspuriger Strecke mitten in der Wildnis und bei totaler Dunkelheit an. Links eine steile Böschung und dann Bambuswald; rechts Reisfelder, die man schemenhaft beim Blick aus den Fenstern erkennen konnte.


Die Uhr tickte immer weiter: 10 Minuten, 20 Minuten, 30 Minuten. Keiner wusste wieso wir hier anhielten.
Selbst das wirklich freundliche, aber zu bedauernde Zugpersonal, war mit der Klärung dieser Frage überfordert.

Draußen lief ab und zu jemand mit einer weiß-leuchtenden Taschenlampe am Zug vorbei. Das war aber auch schon alles, was zu sehen war.

Wir machten es uns derweil mit einem mulmigen Gefühl im Bauch im Speisewagen bequem und assen eine Kleinigkeit.


Nach 55 Minuten ging dann endlich ein Ruck durch den Zug und wir fuhren. Allerdings rückwärts! ...
Nach einer weiteren guten viertel Stunde erreichten wir wieder Lampang.

Nachdem wir dort eine Weile auf dem Abstellgleis standen, klingelte mein Telefon und unser Büroleiter aus Chiang Mai meldete sich fröhlich: "Hallo, Khun Chao, wie geht´s? Wo seid ihr?"

Fortsetzung folgt...